Organisationsentwicklung – wirklich nur ein Zeitfresser?

In meinen Coachings mit Unternehmen höre ich immer wieder folgende Klagen: „Wir möchten ja Veränderung, aber die verlaufen alle im Sande.“, „Wir stecken fest und kommen nicht voran.“, „Die Mitarbeiter ziehen nicht mit.“, „Alles ist so zäh …“. Ausreden über Ausreden über Ausreden. Vielmehr sind diese Aussagen das klägliche Ergebnis, wenn Themen halbherzig angegangen werden. Bei einer Organisationsentwicklung das Todesurteil. Wer sich keine ausreichende Zeit dafür nimmt, sollte es lieber bleiben lassen, denn sonst ist es tatsächlich nur das: ein Zeitfresser. Alle anderen, die sich ernsthaft des Themas annehmen möchten, lade ich dazu ein, diesen Beitrag weiterzulesen.

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Alter Hut: Die Zeiten, in denen ein Unternehmen zur Geburtsstunde eine Organisation aufstellte und dann lief alles nach Plan, sind schon lange passé. Stattdessen befinden sich Unternehmen im stetigen Wandel, ob wir wollen oder nicht. Keine Firma kann es sich leisten, in Struktur und Aufstellung auf der Stelle zu treten. Auch kann es sich kein Unternehmen leisten, das Thema der Transformation hoppladihopp anzugehen. Dies geht nicht von heute auf morgen, sondern bedarf Zeit und Kontinuität. Wer die Segel setzen möchte, kann sich auf eine längere und spannende Reise freuen.

Was ein Change braucht, um produktiv zu sein

Der Zeitfaktor

Change Vorhaben benötigen Zeit, wenn sie das gewünschte Ergebnis erzielen sollen. Schließlich sind sie für die Organisation eine Investition in eine hoffentlich bessere und vor allem stabile Zukunft. Auch wenn es scheint, dass die Mitarbeiter im ersten Moment weniger produktiv sind, so darf man nicht vergessen, dass sie zusätzlich zum Tagesgeschäft am Change arbeiten. Sie investieren ihre Zeit für eine höhere Produktivität in der Zukunft.

Den Willen für das Momentum

Der Wille, etwas zu verändern, bestimmt das Momentum. Aber dieses gilt es zu pflegen und ernst zu nehmen. Nebenbei funktioniert nicht. Und sobald die ersten Termine verschoben werden oder gar ausfallen, muss man seinen Willen zum Change kritisch hinterfragen. Vielleicht mag dem einen oder anderen ein kleines Bild dabei helfen. Wenn Sie mit einem Boot unterwegs sind und die ersten Unwägbarkeiten tauchen auf, können Sie auch nicht einfach den Anker werfen und sagen: „Wir fahren nicht weiter. Das ist uns jetzt zu schwer. Und auf Anstrengung haben wir keine Lust.“ Ergebnis? Sie werden mit Mann und Maus untergehen.

Sowohl der Wille als auch das Momentum sind eine Frage der Prioritäten. Wer wirklich WILL, wird auch einen Weg finden. Besonders hilfreich sind in solchen Situationen kreative Ideen, neue Lösungen und ein gemeinsames Gestalten. Auch ein Boot in unpässlicher Lage schafft es nur durch den Sturm, wenn alle ohne persönliche Attitüden an einem Strang ziehen.

Change braucht Zuwendung

Als Lotse und Guide vergleiche ich gerne in der Zusammenarbeit mit meinen Kunden den Change einer Organisationsentwicklung mit einer Beziehung. Wenn man sich keine ausreichende Zeit für diese nimmt, schadet dies dem Miteinander. An dieser Stelle bitte ich meine Kunden, in sich zu gehen und zu reflektieren, warum sie keine Zeit haben … Liegt es vielleicht doch eher am Willen? Betrifft dies nun ein ganzes Team, sind auch diese dazu angehalten, sich regelmäßig zu treffen und gemeinsam nach den Ursachen zu schauen. Aber bitte offen, ehrlich und ohne Wertung.

Lernen im Wandel

Diese regelmäßigen Treffen und gemeinsamen Reflektionen, was funktioniert und was nicht, bedeuten lernen. Es geht darum, zusammen herauszufinden, welche Arbeitsweisen die Organisation bestmöglich voranbringen. Unterstützend kann dabei sein, das Arbeiten im Change nach agilen Methoden durchzuführen. Scrum und Kanban sind in diesem Bereich etabliert.

Teil dieses Lernens ist jedoch auch zu schauen: „Wo bin ich selbst Teil des Problems? Was trage ich dazu bei? Priorisiere ich wirklich meine Teilnahme am Change?“

Gemeinsam sicher und zielgerichtet durch den Change

Meine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit vielen Teams und Unternehmen zeigt, dass insbesondere die Punkte der Zuwendung und des Lernens deutlich effektiver und produktiver ablaufen, wenn ein externer Coach an der Seite ist und schaut, dass das Ruder nicht einfach sich selbst überlassen wird. Daher stehe ich meinen Kunden seit vielen Jahren im Prozess des Changes als Lotse, Leuchtturm und Guide zur Seite, um die Reise nicht nur spannend, sondern auch ganz sicher zielführend in den richtigen Hafen zu navigieren. So wird die Organisationsentwicklung zum gemeinsamen Abenteuer ohne Zeitvergeudung.

Interessiert? Dann lassen Sie uns telefonieren oder vernetzen Sie sich auf LinkedIn mit mir.